Gesundheit

Null Promille in der Schwangerschaft

Gesundheit | AutorIn: Eva

Etwa 14 Prozent der Schwangeren in Deutschland trinken gelegentlich Alkohol. Bis zu 3,5 Prozent tun es sogar häufig. Damit können schwangere Frauen ihr Ungeborenes nachhaltig schädigen. Auch in der Stillzeit sind alkoholische Getränke tabu. Die betroffenen Kinder leiden oft lebenslang unter geistigen und körperlichen Entwicklungsstörungen. 

Null Promille in der Schwangerschaft

Egal, ob Bier, Wein oder Sekt – Schwangere müssen wissen, dass alkoholische Getränke ihr ungeborenes Kind in jedem Stadium der Entwicklung schädigen können. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine bestimmte Menge, ab der das Baby nicht geschädigt wird, lässt sich aus den vorhandenen Daten nicht ableiten. Grundsätzlich gilt: Der von der Mutter getrunkene Alkohol gelangt ungehindert über die Plazenta zum Kind - in gleicher Konzentration. Sowohl der Alkohol selbst als auch sein Abbauprodukt Acetaldehyd wirken zellschädigend. Die Leber des Ungeborenen ist noch nicht vollständig ausgebildet und kann die giftigen Substanzen nicht abbauen. Folge: Der Alkohol bleibt länger im Körper des Kindes. Häufen sich große Mengen, können diese das Ungeborene besonders stark schädigen. Bei chronischem Konsum verhindert Alkohol die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen im Darm der Mutter. Dies kann zu Mangelzuständen beim Kind führen. Einschränkungen des Sehvermögens, Verzögerung der Knochenreifung können die Folgen sein.

 „Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine der wenigen vollständig vermeidbaren Ursachen für schwere Entwicklungsstörungen beim Kind“, sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der DGE. Alkohol wirkt auf vielfältige Weise auf den Körper des Ungeborenen – als Zellgift, als Störfaktor bei der Organbildung, als Nervengift und auch als Suchtmittel. Die frühe Gewöhnung des Kindes an die Substanz beeinflusst Botenstoffe des Gehirns und kann das Suchtrisiko nach der Geburt erhöhen. Weitere Symptome eines fetalen Alkoholsyndroms äußern sich beim Neugeborenen in Minderwuchs und Untergewicht, kleinem Kopf und Fehlbildungen an Augen, Nase, Mund und Ohren. Auch sind Auffälligkeiten an Nieren, Herz, Extremitäten und im Skelettbereich zu beobachten. Neurotoxische Veränderungen und Hirnschädigungen treten weit häufiger auf als die körperlichen, sichtbaren Merkmale. Sie äußern sich im Bereich der Sprache, der Lernfähigkeit, der Feinmotorik, der Koordination und des Verhaltens. Da sie erst später in Erscheinung treten, werden sie nur selten mit dem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft in Verbindung gebracht.

Weitere Informationen findest du hier:

www.dge.de

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