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Medienkind von Geburt an

Gesundheit | AutorIn: Eva

Fluch oder Segen?

Kinder werden heute in eine vollkommen andere Welt geboren als noch ihre Eltern. Das Internet, ständig auch mobil verfügbar, prägt unseren Alltag. Auch das Fernsehen ist in vielen Haushalten omnipräsent. Fluch oder Segen?

Medienkind von Geburt an Fotolia.com Foto: © vectorfusionart

Die elektronischen Medien bieten Kindern viel, was sie fasziniert. und anspricht: Die Sendung im Fernsehen erzählt eine spannende Geschichte, das Computerspiel entführt in ein interaktives Abenteuer. Im Internet finden sich unzählige Spiele, kreative Programme, Basteltipps, und auch Freunde tummeln sich dort.

Es ist inzwischen unbestritten, dass Medien sich dazu eignen, kindliche Denk- und Lernprozesse anzuregen, zu fördern und Kinder im Entdecken ihrer Lebenswelt helfen. Doch Achtung: In den ersten Jahren ihres Lebens entwickeln Kinder ihre Kompetenzen vor allem auch über verschiedene Sinneserfahrungen. Sie müssen riechen, schmecken, fühlen, hören und sehen. Sie lernen die verschiedenen Sinnesreize zu koordinieren und richtig einzuordnen und benötigen dafür möglichst ganzheitliche Erfahrungen.

Daher gilt vor allem bei kleinen Kindern: reale Kennenlern- und Spielerlebnisse sind besser als digitale.

Digital Natives und Digital Immigrants

Menschen, die seit 1990 geboren sind, bezeichnet man heute als Digital Natives. Im Gegensatz zu den älteren Digital Immigrants, sind sie mit Computern und Internet, Videospielen und Smartphones, Tablets und Social Media aufgewachsen.

Die beiden Begriffe wurden von dem amerikanischen Autor und E-Learning-Experten Marc Prensky geprägt. Die Kids von heute werden in eine digitalisierte Welt hineingeboren und beherrschen den Umgang mit ihr wie selbstverständlich. Ältere Kinder nutzen vor allem das Internet. Zwar stehen Spiel und Unterhaltung dabei meist an erster Stelle, aber sie nutzen das Internet auch als Quelle von Informationen. Kinder, die viel vor dem Computer oder Fernseher sitzen, bewegen sich nachweislich weniger als Kinder, die wenig fernsehen. Das allein kann schon zu Problemen mit dem Gewicht führen.

Kommt dann noch eine unausgewogene Ernährung dazu, zeigt sich das schnell in zusätzlichen Kilos. Bewegungsmangel kann aber noch weitere negative Folgen für die Entwicklung haben: Haltungsschäden durch zu viel und falsches Sitzen, schlechtere Alltagsmotorik und Körperwahrnehmung. Auch auf die geistige und gefühlsmäßige Entwicklung von Kindern kann sich mangelnde Bewegung negativ auswirken.

Fazit: Medienkonsum gehört für die Kids von heute einfach zum Leben, aber eine vielseitige Freizeitgestaltung mit ausreichend Bewegung sollte das Sitzen vor dem Bildschirm ausgleichen.

Weitere Informationen zum Thema findest du auf www.kindergesundheit-info.de unter dem Stichpunkt Medien.


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