Gesundheit

Masern-Impfschutz prüfen

Gesundheit | AutorIn: Eva

Impfempfehlung ist vielen nicht bekannt

Masern sind eine Virusinfektion. Sie werden durch die Luft oder durch körperlichen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen und sind hochansteckend. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, obwohl das viele Menschen glauben. Tatsächlich erkranken auch Erwachsene im Alter bis etwa Mitte 40 daran. Daher wird nicht nur Kindern und Jugendlichen ein vollständiger Impfschutz gegen die Krankheit empfohlen.

Masern-Impfschutz prüfen

Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen (ab 18 Jahre) ohne Impfung, mit nur einer in der Kindheit oder mit unklarem Impfstatus sollten sich einmalig gegen Masern impfen lassen. Bei der bundesweiten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Infektionsschutz gaben etwa drei Viertel in dieser Altersgruppe an, die Masern-Impfempfehlung nicht zu kennen. "Viele nach 1970 geborene Erwachsene wissen nicht, wie wichtig die Impfung gegen Masern für sie ist", betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. "Wichtig ist, Impflücken zu schließen, um sich und andere zu schützen. Denn durch die Impfung lässt sich die Weiterverbreitung der Masern aufhalten. Wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung einen Schutz gegen Masern haben, können Masernausbrüche in Zukunft verhindert werden. Dadurch können auch Säuglinge vor einer Ansteckung mit Masern geschützt werden, bevor sie selbst geimpft werden können."

Bei dem großen Masern-Ausbruch 2015 in Berlin mit rund 1.250 Masernfällen erkrankten nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene. Die höchste Fallzahl gab es hier bei Erwachsenen zwischen 18 und 44 Jahren. Etwa jeder vierte Erkrankte musste im Krankenhaus behandelt werden. Mit der Kampagne "Deutschland sucht den Impfpass - Gegen Masern geimpft?" informiert die BZgA aktuell über die Impfempfehlung und ruft zur Überprüfung des persönlichen Impfschutzes gegen Masern auf. Bundesweit machen Plakate und ein Kinospot auf den Impfcheck gegen Masern aufmerksam. 

Typisch für Masern ist ein grippeähnlicher Verlauf mit einem charakteristischen Hautausschlag. Es können aber auch erhebliche Folgebeschwerden und Komplikationen auftreten. Dazu gehören Lungen-, Hirnhaut und Bindehautentzündung.

Seit 2001 sind Masern eine nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtige Erkrankung. Der behandelnde Arzt muss bereits jeden Verdacht dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich melden. 

Weitere Informationen findest du hier:

http://www.impfen-info.de

nach oben