Babyzeit

Lass Dein Baby nicht schreien

Babyzeit | AutorIn: Eva

Schlaf – das ist für viele junge Eltern ist in den ersten Monaten ein zentrales Thema – der Schlaf des Babys, aber auch der eigene. Spätestens dann kommt auch die Frage auf: Darf ich mein Baby schreien lassen? 

Lass Dein Baby nicht schreien

Es gibt Kinderärzte, die das kontrollierte Schreienlassen, das man auch auch „Ferbern“ nennt, heute noch empfehlen. Nicht umsonst ist das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ nach wie vor ein Bestseller. Sein Schlafprogramm basiert auf den Thesen von Dr. Richard Ferber und gibt ritualisierte Abläufe vor, die Kinder ab dem 6. Lebensmonat zum Durchschlafen bringen sollen. Inzwischen gibt es aber unter den Experten auch viele Gegner dieses Programms. Die Gründe sind nachvollziehbar. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass es für das Baby puren Stress bedeutet, wenn es mit seinem Weinen allein gelassen wird – auch wenn es nur wenige Minuten sind. Die Folge im kindlichen Körper ist das Ausschütten von toxischen Stresshormonen. Diese führen zu Anspannung und Angst. Das gilt nicht nur für das abendliche Einschlafen, sondern für den ganzen Tag. 

Die Gründe, warum ein Säugling weint, sind vielfältig. Letztlich ist es seine einzige Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, sich zu verständigen. Reagiert niemand darauf, beginnt der Stresslevel zu steigen. Für Dein Kind bedeutet dies nämlich: Keiner ist da, keiner nimmt mich ernst, keiner liebt mich. Das Grundbedürfnis nach Nähe – besonders zu Mutter oder Vater - wird ignoriert. Das zerstört sein Urvertrauen. Und letztlich hat Dein Baby noch kein Zeitgefühl. Minuten sind gefühlte Stunden voll Einsamkeit und Angst. 

Wird es jedoch getröstet, wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Es lässt den Stresspegel sinken und hat beruhigende Wirkung. Was weinende Babys also unbedingt brauchen, ist die Beachtung von Erwachsenen oder auch älteren Geschwistern und deren Trost.

Was auch nicht außer Acht gelassen werden darf, sind die psychologischen und körperlichen Folgen dieser Form von „Vernachlässigung“: Das Wachstum kann durch zu viel Stresshormone beeinträchtigt werden, auch die Lernfähigkeit kann leiden. Das Immunsystem wird geschwächt – Babys und Kinder mit viel Stress sind also häufiger krank. Schafprobleme können eine langfristige Folge sein - bis hin zu Angststörungen und Depressionen.
Hab einfach keine Angst, Dein weinendes Kind zu sehr zu verwöhnen. Das gibt es im Säuglingsalter gar nicht!


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