„Der Stadtstaat Hamburg hat seine Kinderkulturpolitik beispielhaft für Deutschland aufgestellt.“

Das berichtet der Deutsche Bundestag in Berlin und beruft sich dabei auf die Ergebnisse einer Studie der Stiftungsuniversität Hildesheim zur Kulturpolitik für Kinder in Deutschland. Die umfangreiche Studie geht der Frage nach, ob es in den einzelnen Bundesländern eine dezidierte Kulturpolitik für Kinder gibt und wie diese jeweils strukturell gestaltet wird.

Laut Bundestag belege die Untersuchung, dass es vielen Bundesländern – im Gegensatz zu Hamburg – trotz einer vielfältigen und belebten Kulturlandschaft für Kinder an einem eindeutigen politischen Konzept Das Fundus-Theater ist eine der Einrichtungen, die von der Kulturförderung profitieren.fehle. Die Evaluation des Rahmenkonzepts in Hamburg habe ergeben, dass „die gestiegene Anzahl der kulturellen Projekte in Hamburg und die daraus resultierende erhöhte Präsenz der Kinder- und Jugendkulturarbeit in den Medien zu einer enormen Aufwertung des Arbeitsfeldes“ geführt habe. Durch diese Aufwertung sei es wiederum möglich geworden, neue Partner und Sponsoren für die Kulturförderung zu gewinnen. „Das enorme Engagement von Unternehmen, Stiftern und Privatpersonen macht es uns möglich, die Kinder- und Jugendkultur in Hamburg flächendeckend zu unterstützen und so nachhaltig zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen beizutragen“, sagte Kultursenatorin Karin von Welck. 

Zusätzlich zu den staatlichen Mitteln sind seit 2005 mehr als vier Millionen Euro an Privatmitteln für Kinder- und Jugendkultur zusammengekommen. Mit diesen Mitteln werden Projekte wie zum Beispiel das Leseförderungsprogramm „Buchstart“, der Musikbus „Jamliner“, die „HipHop-Academy“, „Kinder ins Museum“ und das Fundus-Theater unterstützt. Übergreifend läuft darüber hinaus die stadtweite Initiative „Kultur bewegt“ zur Stärkung kultureller Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Stadtgebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf. 

Die Förderung der Kinder- und Jugendkultur war im Juli 2004 in einem vom Hamburger Senat beschlossenen Rahmenkonzept verankert worden, das von Experten und Verbänden als vorbildlich betrachtet und von vielen Städten abgefragt wird.

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