Gesundheit

Kinder zu wenig in Bewegung

Gesundheit | AutorIn: Eva
Mit Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparates haben am häufigsten 3- bis 5-Jährige zu kämpfen, Gewichtsprobleme treten nach Einschätzung der Kinderärzte vor allem bei 6- bis 8-Jährigen auf.
Kinder zu wenig in Bewegung
Immer weniger Kinder und Jugendliche haben ausreichend Bewegung und körperliche Aktivität. Dies zeigt eine Studie der DAK-Gesundheit, für die 100 Kinder- und Jugendärzte in ganz Deutschland durch das Forsa-Institut befragt wurden. Ergebnis: Der Bewegungsmangel sorgt bei den Minderjährigen vor allem für motorische Defizite und Gewichtsprobleme.

Mit Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparates haben am häufigsten 3- bis 5-Jährige zu kämpfen, Gewichtsprobleme treten nach Einschätzung der Kinderärzte vor allem bei 6- bis 8-Jährigen auf. Ein Grund für das unterschiedliche Bewegungsverhalten der Kinder liegt in der Familie: Je sportlicher Eltern und andere Verwandte sind, desto aktiver werden auch die Kinder. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, der aber gefördert werden muss. Gerade im Wachstum sind wechselnde Körperhaltungen von Kindern sehr wichtig. Kleine Kinder bewegen sich aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung sehr viel und sind aktiv. Spätestens im Schulalter verlagert sich die körperliche Belastung aber auf eine sitzende Position, die einen dringenden Ausgleich in der Freizeit benötigt.

Runter vom Sofa

In der Studie geben mehr als die Hälfte der befragten Kinderärzte an, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand deutscher Kinder ihrer Einschätzung nach in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert hat. Die Gründe für die Negativentwicklung sehen die Mediziner vor allem im Mangel an Bewegung in der Freizeit (96 Prozent), in einer zu intensive Mediennutzung (98 Prozent), der ungesunden Ernährung (92 Prozent) und der fehlenden positiven Vorbildfunktion der Eltern (89 Prozent).
Erste Anzeichen für Bewegungsmangel können im Rahmen der regelmäßigen Kindervorsorge, bei den so genannten U-Untersuchungen, festgestellt werden. Der Kinderarzt kann hierbei frühzeitig Haltungsstörungen, Verzögerungen in der körperlichen Entwicklung oder aber auch erste Anzeichen für Übergewicht erkennen und geeignete Maßnahmen zum Gegensteuern veranlassen.
Für Kinder und Eltern gilt: Sport hat viel positive Wirkung: Bewegung fördert die Sauerstoffaufnahme. Deshalb fühlt sich jeder besser, der sich regelmäßig viel bewegt, hat mehr Energie und ist weniger krankheitsanfällig. Sport verhindert Übergewicht, Konzentrationsschwächen und Schlafprobleme und er fördert die Lernfähigkeit.

Sportärzte und Präventionsexperten raten: Gesunde Kinder sollten sich eine Stunde am Tag intensiv bewegen, und zwar so, dass sie dabei deutlich außer Atem kommen.

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