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Kinder lieben immer noch Bücher

Medien | AutorIn: Anette


Einer aktuellen Studie zufolge nimmt die Digitalisierung im Kinderzimmer immer mehr zu, die "Kids Verbraucheranalyse", die der Egmont Ehapa Media Verlag jedes Jahr durchführt, räumt aber mit dem Vorurteil auf, dass in deutschen Kinderzimmern nicht mehr gelesen wird.

Von wegen Onlinesucht: Wie die Ergebnisse der Kids Verbraucheranalyse 2015 (KidsVA) erneut belegen, greifen fast 90 Prozent aller Kinder zwischen vier und 13 Jahren immer noch am liebsten zu einem Buch oder einer Zeitschrift. Auch Kindermagazine sind für Kinder ab vier Jahren ein willkommener Lesestoff. 

Medien spielen nicht nur im Leben der Großen eine wichtige Rolle, sie nehmen auch bei Kindern und Jugendlichen einen immer breiteren Raum ein. Dabei zeigt sich, dass Zeitschriften und Bücher trotz des immer größeren digitalen Medienangebotes immer noch von großer Bedeutung sind. 78 Prozent (4,5 Mio.) der Sechs- bis 13-Jährigen lesen mindestens einmal pro Woche ein Buch und 73 Prozent (4,2 Mio.) greifen zu Zeitschriften. Elektronische Bücher spielen mit konstanten 13 Prozent weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.

Die Top 5 Kindermagazine 2015

Kindermagazine sind weiterhin beliebt. 71,8 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen (4,1 Mio.) lesen regelmäßig darin. Geschichten von Donald, Tick, Trick und Track oder Micky faszinieren Kinder besonders - das wöchentlich erscheinende „Micky Maus Magazin“ und der Monatstitel „Disney Lustiges Taschenbuch“ rangieren an der Spitze. Fast gleichauf folgt der Fußball-Titel „Just Kick-it!“ und für die Mädchen das Magazin „Wendy“. Das Wissensmagazin „GEOlino“ schließt die Top 5 ab. 

Tablets und Co:
82 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen haben Computererfahrung

„Der Technologiewechsel zu Smartphones und Tablets ist in den Haushalten im vollen Gange. Doch er führt nicht zu einem grundsätzlichen Bewusstseinswandel bei den Eltern. Jüngere Kinder werden weiterhin vorsichtig an das Internet herangeführt und so findet die digitale Volljährigkeit weiter erst ab dem Alter von neun bis zehn Jahren statt“, erklärt Ralf Bauer, Leiter Markt- und Mediaforschung Egmont Ehapa Media und Studienleiter der KidsVA. Über 80 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen kennen sich am Computer aus. Sie haben meist Zugang zum Familien-PC oder das gemeinsame Tablet (66 Prozent). Zum neunten Geburtstag gibt es dann für viele einen eigenes Gerät (36 Prozent).

Jedes zweite Kind zwischen sechs und 13 hat ein Handy

Zusammen mit den noch immer weit verbreiteten klassischen Handys ist mehr als die Hälfte der Kinder (56 Prozent) im Alter von sechs bis 13 Jahren mit einem eigenen Handy oder Smartphone erreichbar. Hier differiert das Alter stark: 80 Prozent der Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren sind mobil erreichbar, dagegen nur 31 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen.
Bei den Vier- und Fünfjährigen können laut Aussage der Eltern bereits die Hälfte erste Computer-Erfahrungen sammeln, und 27 Prozent dürfen auch schon ins Internet. Tablets und Smartphones zum Filme schauen, Musik hören oder spielen – für ein Drittel aller Eltern ganz normal (34 Prozent). 


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