Kinderbetreuung

Hamburg: Kostenlose Kinderbetreuung

Kinderbetreuung | AutorIn: Eva


Am 1. August 2014 machte die Hansestadt Hamburg einen großen Schritt Richtung Familienfreundlichkeit: Die fünfstündige Grundbetreuung in Kita und Kindertagespflege ist hier - von der Geburt bis zur Einschulung – jetzt beitragsfrei.

Mit diesem Schritt und ihrem Gutschein-System wollte Hamburg eine bedarfsgerechte und individuelle Kinderbetreuung erreichen. Für die Kita-Leistung im Umfang von bis zu fünf Stunden täglich mit Mittagessen müssen die Eltern kein Geld mehr bezahlen. Der Anspruch auf den kostenlosen Kindergartenplatz oder den Platz bei der Tagesmutter ist unabhängig davon, ob die Eltern berufstätig sind oder nicht. Eltern erhalten jeweils einen Kita-Gutschein, den sie in jeder Kita einlösen können, die am Gutschein-System teilnimmt, und das sind in Hamburg fast alle.

Je nach Bedarf 

Fünf Stunden sind der Standard beim Gutschein. Es ist aber auch möglich, einen kürzeren Betreuungsumfang zu wählen: in der Kita für vier Stunden täglich bzw. 20 Stunden wöchentlich und in der Kindertagespflege für zehn oder 20 Stunden wöchentlich. Wer eine längere Betreuung als die vorgesehenen fünf Stunden wünscht, muss den tatsächlichen Bedarf nachweisen, zahlt aber seit 2014 auch deutlich weniger, als früher. Als Nachweis zählen: Berufstätigkeit an mindestens drei Tagen pro Woche, Studium, Weiterbildungsmaßnahmen, aber auch Deutschkurse für MigrantInnen oder Maßnahmen zur Wiedereingliederung in Arbeit für Hartz IV-Empfänger. Der Betreuungsbedarf schließt grundsätzlich auch die Fahrtzeit mit ein. Möglich ist eine Betreuung von sechs, acht, zehn oder zwölf Stunden.
Den Antrag stellen Eltern in der Abteilung Kindertagesbetreuung ihres Bezirksamtes. 

Individueller Eigenanteil  

Der Eigenanteil an den Kindergartenkosten bei erhöhtem Betreuungsbedarf richtet sich sowohl nach dem Familieneinkommen als auch nach der Anzahl der Kinder, der Betreuungsdauer und dem Betreuungsangebot.
Was von vielen Hamburger Eltern trotz des kostenlosen Kita-Platzes allerdings noch gefordert wird, ist ein besserer Betreuungsschlüssel in den Kindergärten der Stadt. Mehr ErzieherInnen müssen her. Trotz einiger Verbesserungen in der jüngsten Zeit, hat Hamburg bei den unter Dreijährigen immer noch das ungünstigste Betreuungsverhältnis der westdeutschen Bundesländer. Für Kinder ab drei Jahre ist der Hamburger Personalschlüssel hinter Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen dagegen bundesweit der viertbeste.

Ausführliche Informationen rund um Kitas, Krippen- und Hortplätze in Hamburg sowie Antragsformulare als Download findest du bei:

www.hamburg.de unter den Stichworten Behörde/Soziales/Familie/Kinderbetreuung.

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