Gesundheit

Diabetes im Kindesalter

Gesundheit | AutorIn: Eva

Immer mehr Kinder in Deutschland leiden an Typ-1-Diabetes. Sie ist mittlerweile die häufigste chronische Autoimmun- und Stoffwechselerkrankung.

Aktuell leben rund 30.000 Kinder und Jugendliche mit der Krankheit, jedes Jahr kommen rund 2.000 hinzu. Die Gründe sind unklar.

Diabetes im Kindesalter Zuckerhaltige Lebensmittel sind für Diabetiker kein Tabu

Etwa 20 Gene werden mit Typ-1-Diabetes in Zusammenhang gebracht. Vermutet als Verursacher wird ein Vitamin D-Mangel, auch Ernährungsbestandteile und verschiedene Umweltfaktoren können eine Rolle spielen – aber die Forschung tappt weiterhin eher im Dunkeln. Diese Form der Diabetes tritt bei betroffenen Kindern meist zwischen dem 12. und 24. Lebensjahr auf. Sie zerstört die für auf die Insulinproduktion zuständigen Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, dadurch fehlt dem Körper Insulin. Die Krankheit ist nicht heilbar. Viele Eltern reagieren zunächst hilflos und verunsichert auf die Diagnose, ihr Kind sei „zuckerkrank“. Doch Diabetes im Kindesalter muss keineswegs eine Einschränkung der Lebensqualität bedeuten. Tatsächlich können Kinder und Jugendliche mit Diabetes ebenso Sport treiben, toben und sogar gelegentlich naschen wie ihre Freunde. Allerdings: Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Daher gilt es, sich intensiv damit auseinander zu setzen und regelmäßige Schulungen und Untersuchungen wahrzunehmen, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Kinder übernehmen Verantwortung

Wichtige Voraussetzung dafür, trotz der Diabetes „normal“ leben zu können, ist eine möglichst optimale Blutzuckereinstellung. Bereits im Grundschulalter können die meisten Kinder selbst Insulin spritzen. In speziellen Diabetesschulungen lernen sie, selbstständig Verantwortung für ihre Therapie zu übernehmen. Gleichzeitig haben sie hier die Möglichkeit, mit Experten über Alltagsprobleme und die psychische Belastung durch die „Zuckerkrankheit“ zu sprechen. Sowohl im Sport als auch in der Ernährung gelten für Kinder mit Diabetes ähnliche Regeln wie für gesunde Gleichaltrige: Sport und körperliche Aktivitäten erhöhen die Lebensfreude, lassen Kinder ausgeglichener werden – und vermindern gleichzeitig das Risiko von Übergewicht. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung sollte ebenfalls, nicht nur für Diabetes-Patienten, selbstverständlich sein.

Der Diabetes Typ 1 bei Kindern muss grundsätzlich unterschieden werden von dem des Typ 2. Letzterer – auch als Altersdiabetes bezeichnet – entsteht vor allem aus einem ungesunden Lebensstil mit zu energiereicher Ernährung und Bewegungsmangel und einer genetischen Anfälligkeit.


Spezielle Infos für Lehrerinnen und Lehrer unter www.diabetesweblearning.com



Weitere Informationen findest du hier:

www.diabetes-kinder.de

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