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Quelle: Wikipedia
Der Waldkindergarten ist eine Form des Kindergartens, die aus Skandinavien stammt. In einem Waldkindergarten werden Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren in der freien Natur betreut.
Der Waldkindergarten wird häufig als "Kindergarten ohne Dach und Wände" bezeichnet. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Kindergärten besteht demnach darin, dass die betreuten Kinder mit ihren ErzieherInnen den Kindergartenalltag in der freien Natur, d.h. im Wald, auf der Wiese oder am Strand, verbringen. Die Aktivitäten im Freien finden bei jedem Wetter statt; Einschränkungen gibt es bei Temperaturen unterhalb -10°C, Windstärken über 7 und Gewittern, sowie Witterungsbedingungen wie extremem Schneefall oder Regen die ein sicheres Spielen im Freien unmöglich machen. Vorgeschrieben sind in Deutschland eine beheizbare Unterkunft in zumutbarer Nähe des Waldgebietes, in welcher Kinder und ErzieherInnen bei unzumutbaren Witterungsbedingungen Schutz und Aufenthaltsmöglichkeit finden sollen. Hierzu dienen in der Regel ein beheitzter Bauwagen oder eine Waldhütte. Im Waldkindergarten wird in der Regel auf "handelsübliches" Spielzeug verzichtet. Die Kinder spielen mit Naturgegenständen, die sie in ihrer Umgebung finden. Die vorgeschriebene Gruppengöße liegt bei einem Waldkindergarten bei 15 bis 20 Kindern bei einem Schlüssel von mindestens zwei staatlich anerkannten ErzieherInnen. Abgesehen von diesen Rahmenbedingungen stellen sich die Waldkindergärten als "normale" Kindergärten vor, in welchen Kinder gebildet, begleitet und erzogen werden.
Die Rechtsform eines Waldkindergartens ist meist der eingetragene Verein (e.V.). Das pädagogische Personal sind dann Angestellte dieses Vereins. Finanziell trägt sich ein Waldkindergarten durch staatliche Zuschüsse, Spenden und Elternbeiträge. Die staatlichen Zuschüsse sind jedoch von Ort zu Ort verschieden. Vereinzelt betreiben die ErzieherInnen den Waldkindergarten auch in Eigenregie und schließen dazu mit den Eltern privatrechtliche Verträge ab.
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