Eine wichtige Therapieform in der Phyiotherapie ist die Behandlung nach Bobath. Hier gilt, wie bei allen anderen Therapieformen auch: Je eher Störungen in der Bewegung oder Wahrnehmung festgestellt und behandelt werden, umso größer sind die Chancen, die Entwicklung eines Kindes positiv zu beeinflussen. Weitere Therapieformen findet Sie unter "Physiotherapie".
Die Bobath-Therapie wird vielfach eingesetzt bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems, bei Erwachsenen etwa nach einem Schlaganfall oder bei Parkinson-Patienten, bei Säuglingen beispielsweise, wenn sie bei der Geburt Sauerstoffmangel erlitten haben oder unter einer Stoffwechselerkrankung leiden. Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Bewegungsentwicklung und die Qualitätsverbesserung der Bewegungen mit Hilfe gezielter Haltungen und Griffe. Zur Therapie gehören unter anderem die Regulation der Muskelspannungen (Muskeltonus), das Heranführen an natütrliche Bewegungsmuster und die Verbesserung der Sensorik (z.B. des Spürens und des eigenen Tastsinns). Benannt ist die Bobath-Therapie nach der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Karel. Sie konnten ihre Beobachtungen, dass durch gezielte Haltungen und Griffe Reflexhemmungen (Spastizität) reduziert werden, wissenschaftlich untermauern.